Lechaion 390


Spartas Schwäche gegen verbundene Streitkräfte (2)

Bei Lechaion ist Struktur und Ablauf der Auseinandersetzung der auf Sphakteria sehr ähnlich.

Die Amyklaier der das Städtchen Lechaion in der Korinthia besetzenden spartanischen Mora wurden vom Rest der Truppe durch das feindliche Land begleitet. Sie sollten Gelegenheit haben, beim Fest der Hyakintien in Amyklai teilzunehmen. Der Rest der Hopliten kehrte an der Grenze zum verbündeten Gebiet um.

Auf dem Weg von Sikyon nach Lechaion am Golf von Korinth wurden die Reste der Mora, die zahlenmäßig gering (um die 600 Hopliten) und durch keinerlei andere Truppen gedeckt waren (die Kavallerie begleitete die Amyklaier noch ein Stück weiter), von in Athens Sold stehenden Peltasten unter Iphikrates angegriffen. Die Leichtbewaffneten gingen mit Fernwaffen die ungedeckten Seiten der Spartaner an, athenische Hopliten unter dem Feldherren Kallias deckten sie vor möglichen Ausfällen der Lakedaimonier.

Durch die umsichtige Führung der Pelasten hatten die Spartaner hohe Verluste durch die Fernwaffen, insbesondere bei den jüngeren Jahrgängen, die nach neuerer spartanischer Taktik losgeschickt wurden, die Peltasten zu vertreiben. Das gelang ihnen jedoch auch mit Hilfe der zurückgekehrten Kavallerie nicht. Unter diesen Gefechten zog die Mora langsam in Richtung Lechaion. In einiger Entfernung davon wurde dann die Truppe aufgeteilt oder es brach schlicht die Ordnung zusammen. Jedenfalls flüchteten die Männer teilweise auf kleinen Booten, teilweise mit der Kavallerie nach Lechaion.

Die Spartaner hatten wohl um 250 Tote von 600 Hopliten zu beklagen. Iphikrates konnte im Gefolge des Gefechts mehrere Befestigungsanlagen der Spartaner in der Gegend einnehmen. Insgesamt hatte das Gefecht keinen entscheidenden Charakter. Es war aber ein weiterer Sargnagel für die ohnehin fragile Überlegenheit Spartas in Griechenland.

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