Nach dem großen Peloponnesischen Krieg


Nach der Niederlage rüstete Sparta Athen ab, griff wieder (und erneut eher glücklos) in seine Verfassungsstruktur ein und löste den Seebund auf, schützte es aber vor den Rachegelüsten seiner Bündner. Athen erholte sich schnell von der Niederlage, aber es agierte nicht mehr in demselben Maße aggressiv wie davor. Es war Sparta tributpflichtig und musste ab 400 Truppen für den spartanischen Feldzug gegen Persien stellen.

396 weigerten sich die Athener ebenso wie die Korinther und Thebaner, den Spartanern die verlangten Truppen zu stellen. Sie erhielten anscheinend Subsidienangebote aus Persien. Es zur Symmachie von Theben, Athen, Korinth und Argos, der dann noch Chalkis, beide Lokris, Malia und Akarnanien beitraten. Der Korinthische Krieg begann, den Sparta erst nach zehn Jahren und mit Hilfe der mit ihrem Gold geschickt agierenden Perser einigermaßen zu seinen Gunsten beenden konnte.

Im Jahre 377 führte der erfolglose Handstreich eines vermutlich nicht in staatlichem Auftrag handelnden spartanischen Kontingents gegen den Piraius zu einem neuen Bündnis Athens mit dem mittlerweile sich im Aufwind befindlichen Theben und zur Neugründung eines 2. Seebundes auf Basis autonomer Partner. In den folgenden Jahren kämpfte dieser im Einzelnen erfolgreich, aber ohne strategische Ergebnisse. Mehrmals scheint sich Athen auch durchaus konstruktiv, aber nicht herausgehoben an den Bemühungen um einen Landfrieden beteiligt zu haben, so auch 371. Hier gewann Sparta den Eindruck, dass Theben isoliert genug sei, um im Schatten der Autonomie gegen es vorzugehen.

Als nach der Niederlage bei Leuktra das boiotische Heer in die Peloponnes einfiel, konnte Sparta dem nichts entgegensetzen und wendete sich 369 an Athen um Hilfe. Es berief sich auf den allgemeinen Frieden und dass die Poleis einander beistehen sollten gegen alle, die den Frieden brachen. Die Athener hoben ihr Heer aus, besetzten thebanische Befestigungen in der Korinthia und drohten, den Boiotern den Rückweg und den Nachschub abzuschneiden. Dabei ließen sie ihnen aber eine Straße zum Rückzug offen. Es wollte keine Schlacht, was die große Gefahr der Niederlage barg und nicht viel einbringen konnte. Bei Mantineia 362 stand Athen gemeinsam mit Sparta auf der Seite der Verlierer, wurde aber im Ergebnis vom thebanischen Druck befreit.

Als sich der Einfluss Makedoniens auf Griechenland vergrößerte, wurde 340 in Athen ein neuer Hellenenbund gegründet, dem Sparta nicht angehörte. In der Schlacht von Chaironeia 338 focht Athen bei den Verlierern. Spartas Krieg gegen Makedonien 333 bis 331 schloss sich Athen nicht an. Die Handlungssphären der beiden Städte hatten sich voneinander gelöst.

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